E5.7 Portable und mobile Stationen
Niveau: Selbständig empfangen (K3) ·
Zeitbedarf: ca. 50 Minuten (mit Praxisaufgabe)
Abgrenzung: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen der Empfangsstation. Die Planung einer kompletten Betriebsstation mit Sendezweig, Sequencer und Umschaltung der Polarisation folgt in Kapitel V3 (Heimstationskonzepte).
Einstiegsfrage:
Kannst du einen Satelliten auch ohne Mast und Rotor empfangen – etwa auf einem Hügel, mit einer Antenne in der Hand?
Portabel: schnell auf- und abgebaut
Eine portable Station muss leicht sein und rasch stehen. Die Antenne führst du von Hand nach. Das klappt gut, weil LEO-Satelliten nur wenige Minuten sichtbar sind.
Die Folien zeigen vier bewährte Antennen für unterwegs: Arrow, Elk, die Tape-Measure-Antenne und die Diamond RH-770.
Mobil: nur aus dem stehenden Fahrzeug - oder als Beifahrer
Für den Satellitenempfang im Auto gilt die klare Regel der Folien: mobil nur stehend.
Wer fährt, muss sich auf den Verkehr konzentrieren. Halte für einen Überflug an einem geeigneten Ort an. Keine Rechtsberatung: Massgebend sind die Verkehrsregeln.
Ausblick: Portabel mit Automation
Auch eine portable Station lässt sich automatisieren. Zum Beispiel mit einer Linux-basierte Rotorsteuerung des Projekts SARCNET. Kombiniert mit einem Raspberry Pi entsteht eine halb- oder vollautomatische Portabelstation. Weitere Lösungen arbeiten auch mit Arduino und anderen Platinenrechner.
Praxisaufgabe: Stationsplan
Plane zwei Empfangsstationen für den 70-cm-Downlink: eine portable und eine feste. Fülle für beide Varianten aus, welche Antenne, welches Kabel, welchen Vorverstärker und welchen Empfänger du wählst – und begründe jede Wahl.
Die Tabelle zeigt eine mögliche Lösung. Deine eigene darf davon abweichen, wenn du sie begründest.
Vergleiche danach die Empfangskaskade beider Varianten im Simulator [LINK: Simulator]. Trage die Werte der Tabelle ein und notiere NF, Systemtemperatur und G/T.
Richtwerte: Die feste Station mit Vorverstärker erreicht ein um rund 12 dB besseres G/T.