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, Lipp Michael

Neues von der IARU Satelliten Koordination

Die IARU Satellite Frequency Coordination verzeichnete im Juli eine ungewöhnlich hohe Zahl neuer Anträge. Gleich sieben neue Amateurfunksatelliten kamen hinzu, während ein weiteres Projekt aktualisiert wurde.

Der Juli 2026 brachte der IARU Satellite Frequency Coordination Panel aussergewöhnlich viel Arbeit. Insgesamt gingen sieben neue Anträge für Amateurfunksatelliten ein, zusätzlich aktualisierte ein bereits angemeldetes Projekt seine Startplanung. Neue Frequenzkoordinationen schloss die IARU im Berichtsmonat hingegen keine ab.

Die Bandbreite der eingereichten Missionen zeigt, wie vielfältig die Amateurfunksatellitenszene heute ist. Mehrere Projekte setzen auf klassische AX.25-Digipeater, andere kombinieren Amateurfunk mit wissenschaftlichen Experimenten, Erdbeobachtung oder Bildungsprogrammen.

Zu den neuen Anträgen gehören Slipper2Sat-2 aus Nepal, der kanadische Skylark, SanoSat-3, HADES-L von AMSAT-EA, die indischen EagleSat A & B, HG3PQSAT aus Ungarn sowie SoFIE aus den USA. Bereits früher eingereicht wurde UNNE-1B (HADES-E2), dessen Antrag im Juli aufgrund einer geänderten Startplanung aktualisiert wurde.

Mehrere Missionen verfolgen innovative Konzepte. HADES-L soll erstmals einen experimentellen 28-MHz-Uplink für einen Amateurfunksatelliten erproben. HG3PQSAT plant unter anderem digitale LoRa- und FSK-Repeater sowie einen Crossband-Digitaltransponder bis ins 2,4-GHz-Band. SoFIE untersucht den Einfluss von Sonneneruptionen auf die Ionosphäre und arbeitet dabei eng mit der Amateurfunkinitiative HamSCI zusammen. Gleichzeitig setzen zahlreiche Projekte weiterhin auf bewährte Betriebsarten wie Digipeater, Telemetrie und SSTV.

Die IARU-Frequenzkoordination bildet einen wichtigen Schritt vor dem Start eines Amateurfunksatelliten. Das Panel prüft eingereichte Frequenzvorschläge, gleicht sie mit bestehenden Satelliten und den internationalen Bandplänen ab und empfiehlt Frequenzen, welche gegenseitige Störungen möglichst vermeiden. Eine erfolgreiche Koordination bedeutet jedoch noch keine Startfreigabe, sondern schafft die Voraussetzung für einen späteren störungsarmen Betrieb.

Die vollständige Übersicht aller laufenden und abgeschlossenen Koordinationsverfahren veröffentlicht die IARU fortlaufend auf ihrer Statusseite.

Quellen