Trotz Zwischenfall: ARISS Kontakt findet statt
Swesda (russisch: Звезда, „Stern“) ist das russische Wohn- und Servicemodul der Internationalen Raumstation ISS. Am Verbindungsknoten des Transfertunnels docken regelmässig bemannte Raumschiffe und Versorgungstransporter an und ab. Diese Manöver erzeugen mechanische Belastungen auf die Struktur des Andockbereichs.
Ein dort befindliches Leck, das erstmals 2019 festgestellt wurde, hat sich inzwischen deutlich vergrössert. Verschiedenen Medienberichten zufolge sollen derzeit täglich rund 500 Gramm Luft aus dem Modul entweichen.
Das Modul wurde vor mehr als 30 Jahren gebaut und war ursprünglich für die russische Raumstation MIR beziehungsweise das Nachfolgeprojekt MIR-2 vorgesehen. Dass nach mehreren Jahrzehnten im Einsatz Materialermüdung auftreten kann, war den Betreibern von Anfang an bewusst. Die aktuelle Leckrate ist für den regulären Betrieb der ISS zwar beherrschbar, dennoch handelt es sich um ein sicherheitsrelevantes Problem.
Als reine Vorsichtsmassnahme mussten sich die Astronautinnen und Astronauten während der Reparaturarbeiten zeitweise in die angedockte SpaceX-Dragon-Kapsel zurückziehen. Inzwischen wurde bekannt, dass zusätzlich ein weiteres Leck entdeckt worden war. Ob die durchgeführten Reparaturen erfolgreich waren, werden die Messdaten der kommenden Tage zeigen.
ARISS-Kontakt findet offenbar wie geplant statt
Mit einer E-Mail vom 7. Juni 2026 informierte ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) detailliert über den bevorstehenden Funkkontakt. Das geplante Datum bleibt unverändert. Die Kontaktzeit wurde jedoch um zwei Minuten vorverlegt. Damit konnte die Durchführung innerhalb der Einsatzplanung der ISS-Besatzung sichergestellt werden – keine Selbstverständlichkeit angesichts des eng getakteten Stationsbetriebs.
Nach aktuellem Stand findet der Kontakt somit wie vorgesehen statt.
Nachfolgend veröffentlichen wir die vollständige Mitteilung von ARISS mit den Fragen der Schülerinnen und Schüler an die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot.
Wir wünschen allen Beteiligten einen erfolgreichen und spannenden Anlass.
Der Kontakt wird zudem per Livestream übertragen:
Quellen
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ARISS-Newsletter vom 7. Juni 2026
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SRF News: „Leck in einem Modul der Internationalen Raumstation ISS“
- Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Swesda
Deutsche Übersetzung des Newsletters: (Übersetzung mit Chat-GPT)
ARISS-Funkkontakt mit ESA-Astronautin Sophie Adenot
Am Montag, 8. Juni 2026, findet um 13:29:32 UTC ein ARISS-Funkkontakt zwischen der Internationalen Raumstation ISS und dem französischen Collège Louis Aragon in Imphy statt.
Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot (Amateurfunkrufzeichen KJ5LTN) wird dabei die Amateurfunkstation OR4ISS an Bord der ISS bedienen. Auf der Erde erfolgt die Verbindung über die Amateurfunkstation F5KCH in Frankreich.
Der Funkkontakt wird im Rahmen des internationalen ARISS-Programms (Amateur Radio on the International Space Station) durchgeführt. Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schüler für Wissenschaft, Technik und Raumfahrt zu begeistern und ihnen einen direkten Austausch mit Astronautinnen und Astronauten im All zu ermöglichen.
Interessierte Funkamateure können den Kontakt auf 145.800 MHz (± 3 kHz Dopplerverschiebung) mitverfolgen.
Der Anlass wird zudem live im Internet übertragen:
Die Kommunikation erfolgt in französischer Sprache.
Geplante Fragen der Schülerinnen und Schüler
Sofern die verfügbare Kontaktzeit ausreicht, möchten die Schülerinnen und Schüler unter anderem folgende Fragen stellen:
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Was haben Sie beim Start der Rakete empfunden?
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Sie haben sich einen Kindheitstraum erfüllt. Wie fühlt sich das an?
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War die Anpassung an die Schwerelosigkeit schwierig?
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Wie zählen Sie die Tage auf der ISS, wenn Sie täglich 16 Sonnenuntergänge erleben?
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Haben Sie einen persönlichen Gegenstand mitgenommen, der Sie an die Erde erinnert?
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Hören Sie Musik, und klingt sie im Weltraum anders als auf der Erde?
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Welche Teile Ihrer Ausbildung waren besonders anspruchsvoll?
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Wie wird Sauerstoff auf der ISS erzeugt und erneuert?
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Nutzen Sie künstliche Intelligenz auf der ISS, und könnte sie Astronauten künftig ersetzen?
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Haben Sie bereits technische Probleme an Bord erlebt?
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Was empfinden Sie beim Blick auf die Erde aus der Cupola?
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Wie viel Sport treiben Sie täglich und weshalb?
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Lassen sich Planeten im All leichter beobachten als von der Erde aus?
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Wie haben Sie den rund 30-stündigen Flug zur ISS in der Dragon-Kapsel erlebt?
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Gab es eine psychologische Vorbereitung auf die Mission?
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Welche Nahrung steht Ihnen auf der ISS zur Verfügung?
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Träumen Sie bereits von einer zukünftigen Mondmission?
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Können Astronautinnen und Astronauten auf der ISS krank werden, und wie werden sie behandelt?
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Wie kommunizieren Sie mit Ihrer Familie und Freunden auf der Erde?
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Werden Geburtstage oder Feiertage wie Weihnachten im All gefeiert?
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In welchen Abständen treffen Versorgungskapseln auf der ISS ein?
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Was machen Sie in Ihrer Freizeit an Bord der Raumstation?
Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Funkamateuren sowie Astronautin Sophie Adenot einen erfolgreichen und spannenden Kontakt.