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, Lipp Michael

-3,2° Elevation - geht das?

Expedition nach St. Pierre & Miquelon testet neue Grenzen für QO-100 – AMSAT-HB Mitglied HB9GWJ ist dabei.

Im vergangenen Jahr haben Funkamateure aus Neufundland erfolgreich eine Aktivierung unterhalb der offiziellen Ausleuchtungszone des geostationären Satelliten QO-100 durchgeführt. Damals befanden sich die Stationen etwa 1° unterhalb der Ausleuchtzone und konnten, trotz starker Signal-Fadings, Verbindungen herstellen. Dieses Experiment zeigte, dass der Empfang selbst ausserhalb der theoretischen Reichweite möglich ist.

Die aktuelle Expedition nach St. Pierre & Miquelon geht nun noch einen Schritt weiter: Die Inselgruppe liegt über 3° unterhalb des offiziellen Spots von QO-100. Es wird vermutet, dass durch atmosphärische Refraktion eine Aktivierung sogar bis zu -6° möglich sein könnte. Das Team möchte herausfinden, ob bereits bei -3° Schluss ist oder ob tatsächlich Verbindungen möglich werden. Ein Erfolg würde das Tor zu weiteren DXCC-Ländern via QO-100 öffnen und einmal mehr den experimentellen Charakter des Amateurfunks über Satellit unterstreichen. Besonders spannend wird es zu beobachten, welche atmosphärischen und technischen Faktoren den Signalweg auf welche Weise beeinflussen.

AMSAT-HB Mitglied Olivier, HB9GWJ, ist Teil des Teams und übernimmt die Verantwortung für die Satellitenaktivitäten der Expedition. Neben QO-100 wird Olivier auch über RS-44 QRV sein. Das Team ist zudem über EME (Erde-Mond-Erde) und auf Kurzwelle aktiv.

Die Expedition findet am 15. und 16. September 2025 statt. Wir wünschen Olivier und seinen Kollegen von FP5KE viel Erfolg und spannende Verbindungen!

 

Quelle:
Webseite der DX-Expedition  -  https://fp5ke.wordpress.com/