SwissCube sendet immer noch
Am 26.09.2009 wurde der erste Schweizer Satellit mit einer indischen Rakete in einen Low Earth Orbit gebracht. Siehe auch unsere Kurznews vom Vortag. Der von der EPFL Lausanne gebaute Cubesat hat, nebst einer Kamera zum Beobachten des Airglow Effects, eine Amateurfunknutzlast an Bord, über welche die Telemetriedaten zur Erde geschickt werden.
Estaunlicher Mobil-Telefeon-Akku
Dr. Renato Krpoun, heute leiter des Swiss Space Office, ist Mitglied des SwissCube Projektteams. An der Fantasy 2024 besuchte er den Stand der AMSAT-HB und kam dabei ins Gespräch mit HB9MFL, Armin Rösch, welcher heute noch als offizielle Kommandostation den Satelliten steuert. Dabei kamen sie auf den Akku zu sprechen, welcher im SwissCube verbaut wurde. Dieser ist ein modifzierter Akku eines Mobiltelefons, welcher heute noch sehr gute Werte liefert.
SwissCube sendet nur auf Kommando
Wie HB9MFL berichtet, sendet der Satellit nur noch die Telemetrie, wenn er den Satelliten mit entsprechenden Kommandos aktiviert. Die gewonnenen Telemetriedaten sendet er jeweils zur EPFL welche sie weiter archiviert. Je nach Fluglage und Überflug können die Signale nach wie vor Kräftig laut empfangen werden.
HB9MFL als "Influencer" der neuen Generation
Nach SwissCube wurde TiSat-1 als zweiten schweizer Satelliten in den Orbit gebracht. Weitere folgten. Auch heute ist das Interesse an Cubesat Missionen gross. Um einen Satelliten erfolgreich fliegen und steuern zu können, ist es gut, wenn man auf Praxiserfahrung zurückgreifen kann. Armin Rösch ist dafür eine bekannte Adresse in der Schweiz. So besuchten Studenten der ETH Zürich und kürzlich auch wieder der EPFL die Kommandostation von HB9MFL. Gerne gibt er seine Erfahrungen an die jungen Generation weiter und versorgt sie mit wichtigen Tipps.
Die AMSAT-HB gratuliert der EPFL und dem SwissCube Team zum 15 Jahr Jubiläum des ersten Schweizer Satelliten.
Verfolge SwissCube live auf der offiziellen Webseite: https://swisscube.live/