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, Lipp Michael

Verlust von Solaras S2

Es hätte das Weihnachtsgeschenk werden können: Ein neuer FM Satellit. Doch ein Fehlstart beendete diesen Wunsch jäh.

Der indische Forschungssatellit der GRAHA Space sollte mit dem Jungfernflug der südkoreanischen Trägerrakete HANBIT-Nano der Frima Innospace in einen 300km Orbit geflogen werden. Der Start erfolgte nach mehreren Anläufen schlussendlich in der Nacht auf den 23. Dezember vom Alcântara Launch Center in Brasilien. Schon kurz nach dem Start konnte beobachtet werden, dass die erste Stufe vermutlich ein Problem mit einem der Triebwerke hatte. Nach 30 Sekunden Flug stürzte die Rakete ab und explodierte beim Aufschlag direkt neben dem Startkomplex. 

Aus Sicht von Innospace darf der Jungfernflug als Teilerfolg betrachtet werden. Es gibt genug Beispiele, bei welchen die Raketen beim Jungfernflug bereits auf dem Startplatz explodierten oder es kaum ein paar Meter in die Höhe geschafft haben. Das Konzept von Innospace scheint zu funktionieren.

Verlust für die Amateurfunkgemeinschaft
GRAHA Space wusste genau, welches Risiko sie bei einem Jungfernflug eingehen. Trotzdem ist der Verlust des Satelliten gerade für die Funkamateure schmerzlich. Viele FM Satelliten gibt es nicht mehr im Erdorbit. Solaras S2 hätte für einige Zeit für Zuwachs sorgen können. Hoffen wir, dass GRAHA Space sich für eine Ersatzmission entscheiden wird.

Solaras 2S hätte zum einen die Sonnenstrahlen im tiefen Erdorbit messen sollen, zum Anderen war ein FM-Transponder für den Amateurfunkdienst, mit einem Uplink auf 70cm und Downlink im 2m Band, in der Payload integriert.

Quelle:
Space.com -  https://www.space.com/space-exploration/launches-spacecraft/south-korean-startup-innospace-fails-on-its-1st-orbital-launch-attempt
AMSAT-F  -  https://site.amsat-f.org/2025/12/22/un-satellite-radioamateur-envoye-par-la-nouvelle-fusee-innospace-hanbit-nano-tentative-le-22-decembre-2025/
IARU Sat Coordination  -  https://iaru.amsat-uk.org/finished_detail.php?serialnum=1005