CatSat aktiviert Mikrowellentransponder
Das CatSat-Team der University of Arizona hat angekündigt, in Kürze den linearen Mikrowellen-Transponder des Satelliten für die Amateurfunkgemeinschaft zu öffnen. Damit entsteht ein neuer Zugang zu einem modernen Mikrowellen-Transponder im Weltraum, der den Funkamateuren weltweit neue Möglichkeiten bietet.
CatSat ist ein 6U-CubeSat, der von Studierenden, Mitarbeitenden und Forschenden der University of Arizona in Zusammenarbeit mit FreeFall Aerospace und Rincon Research entwickelt wurde. Der im Juli 2024 gestartete Satellit befindet sich in einer sonnensynchronen Umlaufbahn und demonstriert innovative Technologien für Kommunikation und Forschung – darunter eine aufblasbare Antenne für große Aperturen bei kleinem Satellitenvolumen.
Neben ionosphärischen Messungen und Erdbeobachtungen verfügt CatSat über einen linearen Transponder, der auf 5.663 GHz (Uplink) und 10.47 GHz (Downlink) arbeitet und rund 200 kHz Bandbreite bietet. Die Richtantennen des Satelliten ermöglichen bis zu zehnminütige Kommunikationsfenster pro Umlauf. Aufgrund des Energiehaushalts wird der Transponder jeweils etwa 15 Minuten pro Aktivierung betrieben.
Bahndaten
Der Satellit mit der NORAD-Katalognummer 60246 umkreist die Erde in einer nahezu kreisförmigen, sonnensynchronen Umlaufbahn mit folgender Charakteristik:
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Perigäum (Erdnähe): ca. ≈ 440 km Höhe (z. B. 438.1 km)
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Apogäum (Erdferne): ca. ≈ 485 km Höhe (z. B. 485.6 km)
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Umlaufzeit: ca. ≈ 93,6 Minuten
Die Inklination beträgt 97,2° und die semi-major Achse 6 830 km.
Erste erfolgreiche Tests bestätigten die Funktion des Systems durch die Übertragung von Morsesignalen. Zurzeit baut das Team eine leicht zugängliche Bodenstation mit handelsüblichen 1-Meter-Antennen auf, um den Nachweis zu erbringen, dass der Funkbetrieb auch mit moderater Ausrüstung möglich ist.
Aktuelle Aktivierungszeiten und weitere Informationen werden auf der CatSat-Webseite veröffentlicht: https://catsat.arizona.edu.
Hinweis für QO-100-Nutzer:
Benutzer des geostationären QO-100-Transponders (Es’hail-2) können CatSat unter Umständen kurzzeitig empfangen, wenn dessen Umlaufbahn die Funkstrecke zum QO-100-Satelliten kreuzt. In diesen Momenten ist eine schwache, aber detektierbare Signalkomponente im X-Band-Downlink von CatSat möglich – ein interessantes Beobachtungsfenster für technisch versierte Funkamateure.
Quelle:
AMSAT News Service 313 - ANS-313 AMSAT News Service Weekly Bulletins – AMSAT