Hacker verhindert Weltraumschrott
Die Story ist zwar schon ein paar Monate alt, geistert jedoch derzeit durch die sozialen Medien. Höchste Zeit, dass auch wir diese Story Platz einräumen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Funkamateure Satelliten reaktivieren. Durch die Medien gereicht wurde vor ein paar Jahren schon das Reboot Projekt um ISEE-3/ICE. Und es ist schon wahrlich ein Kunststück, mit Reverse-Engenieering ein Objekt im Weltraum wieder zum Leben zu erwecken. Nur schon auf dem Labortisch ist es ein schwieriges Unterfangen.
BEESAT-1 der Technischen Universität Berlin wurde 2009 gestartet. 2011 begann der Satellit merkwürdige Telemetriedaten zur Erde zu schicken. Ein Umschalten auf den Backup-Rechner konnte das Problem vorerst beheben. Doch nach einer Weile stellte sich dieses Problem auch dort ein. Die Mission wurde in der Folge aufgegeben. Der Satellit wurde hin und wieder reaktiviert, um zu sehen ob er noch arbeitet.
Der Hacker PistonMinor, welcher an der selben Universität studiert, hat sich dem Thema angenommen und konnte den Satelliten erfolgreich reaktivieren. Wie er das geschafft hat, präsentierte er am 38. Congress des Chaos Computer Club (38C3).
Mit dieser Recovery Aktion hat PistonMinor einen wichtigen Beitrag zum vermindern von Weltraumschrott geleistet.
Quellen:
ISEE3/ICE Reboot Bericht - https://www.srf.ch/wissen/technik/technik-hobby-satelliten-jaeger
Bericht des CCC - https://media.ccc.de/v/38c3-hacking-yourself-a-satellite-recovering-beesat-1
Bericht auf HEISE.de - https://www.heise.de/news/38C3-Hacker-kapert-und-repariert-Beesat-1-Satelliten-vom-Boden-aus-10221503.html