Funkkontakt Antarktis: Tolles Erlebnis
Der angekündigte Funkkontakt kam wie vorgesehen zustande und verlief stabil über die gesamte Dauer. Über den QO-100 Transponder des Satelliten Es'hail-2 standen Schülerinnen und Schüler der Schweizer Primarschule Feld in Richterswil in direktem Austausch mit Mitgliedern des aktuellen Teams der Neumayer-Station III. Gesprächspartner waren "Lasse", IT- und Funkverantwortlicher des Überwinterungsteams, sowie "Jolanda", Wissenschaftlerin und Doktorandin der EPFL Lausanne.
Spannende Wissenschaft in der Antarktis
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wissenschaftlichen Arbeiten auf der Neumayer-Station. Beschrieben wurden die ganzjährig betriebenen Langzeitobservatorien für Meteorologie, Luftchemie und Geophysik. Unter anderem wurden Messungen zum Ozonloch, atmosphärische Langzeitdaten sowie seismische Beobachtungen erläutert. Ergänzend berichteten die Forschenden über saisonale Projekte, darunter Ballonmessungen der Atmosphäre, biologische Untersuchungen an Kaiserpinguinen und akustische Messungen im Ozean mittels Hydrofonen. Auch die Beteiligung des Überwinterungsteams an medizinischen Studien zur Isolation im Rahmen der Weltraummedizin wurde thematisiert.
Wie lebt es sich so in einer isolierten Welt?
Der Funkkontakt zeigte eindrücklich den menschlichen Alltag auf einer antarktischen Forschungsstation. Thematisiert wurden das Leben und Arbeiten in kleinen Teams, die Bedeutung klarer Rollenverteilung sowie soziale Aspekte der monatelangen Isolation. Jolanda und Lasse schilderten Arbeitsabläufe, Freizeitgestaltung, Kommunikation mit Familien über Satelliteninternet sowie die Anforderungen an Teamfähigkeit und Belastbarkeit. Der direkte Dialog ermöglichte einen persönlichen, authentischen Einblick in das Leben am Rand der bewohnbaren Welt.
Und da war noch die Fragen nach dem Klima
Auch klimarelevante Beobachtungen waren Teil des Austauschs. Beschrieben wurden langfristige Veränderungen wie zunehmende Schneefälle, veränderte Ausdehnung des Meereises sowie die Bedeutung kontinuierlicher Messreihen für das Verständnis klimatischer Prozesse. Jolanda und Lasse betonten, dass viele Erkenntnisse erst durch jahrzehntelange Datenerhebung sichtbar werden. Der Funkkontakt machte deutlich, welche Rolle die Neumayer-Station III als Beobachtungsplattform für globale Klima- und Umweltveränderungen einnimmt.
Der Funkkontakt wurde mit einem riesen Applaus aus dem Klassenzimmer in die Antarktis abgeschlossen.
Wir gratulieren den Schülerinnen und Schüler und besonders Mario, HB9IRM, zum gelungenen Funkkontakt in die Antarktis zu DP0GVN.
Quelle:
Dieser Text stammt aus eine Zusammenfassung aus dem Transkript der aufgezeichneten Funkverbindung.