Die Wissenschaftliche Mission von CHESS

Die Untersuchung der Exosphäre der Erde steht im Fokus dieser Mission. Die Exosphäre beginnt ca. bei 400km und geht fliessend in den Weltraum über. Eine reelle Obergrenze ist daher schwierig zu definieren. Definitionen nennen eine Obergrenze von sicher 1000km. Neuere Untersuchungen zeigen aber auch, dass die Exosphäre weit über die Mondbahn hinausragen könnte.

 

Mit CHESS werden nun zwei Satelliten in die Exosphäre gebracht. Der eine Satellit ist geplant, dass er in einem sonnensynchronen Orbit im unteren Ende der Exosphäre fliegt. Der zweite Satellit soll eine elliptische Bahn erhalten, dessen Apogäum (Erdentferntester Punkt) bei 1000km liegen soll, mit einem Perigäum unterhalb des ersten Satelliten. Beide Bahnen sind koplanar, was bedeutet, dass mindestens drei Vektorpunkte in derselben Ebene liegen. Somit werden beide Satelliten dieselbe Inklination erhalten.

 

Die Bahnparameter sind bis heute noch nicht offiziell bestätigt und hängen von den Startmöglichkeiten dieser beiden Satelliten ab. Um die Koplanarität zu erhalten, ist es am einfachsten, wenn die beiden Satelliten mit der selben Trägerrakete gestartet werden.

 

Ein besseres Verständnis der Exosphäre ist auch für uns Funkamateure interessant. Da alle Teilchen in dieser Höhe ionisiert sind, was Einfluss auf die Reflexionseigenschaft dieser Teilchen-Wolken auf bestimmte Wellenlängen hat. Vielleicht lernen auch wir Funkamateure aus der CHESS Mission zukünftig mehr über die Wellenausbreitung.

Wissenschaftsziel Nr. 1

Messen der vorhandenen chemischen Kompositionen der irdischen Exosphäre und deren Veränderung über die Zeit.

Wissenschaftsziel Nr. 2


Bild unverändert aus Wikipedia übernommen CC BY-SA 4.0, Link

Verstehen der Variationen der Kompositionen der Exosphäre. Zeitskale und Treibermechanismen. 

Wissenschaftsziel Nr. 3

Erbringen des Nachweises, dass eine kostengünstige, miniaturisierte Technologie einen grossen Einfluss auf unser Verständnis bei der Untersuchung der Planetenatmosphäre hat und dadurch wertvoll für zukünftige Interplanetare Missionen eingesetzt werden kann.


Weitere Informationen über die Wissenschaftsmission von CHESS findet man auf der EPFL Projektseite