Es'hail-2: Nutzung nur mit Bewilligung durch das BAKOM

Auch in der Schweiz ist die Begeisterung für Es'hail-2 schon gross. Doch Achtung: Das 13cm Band darf in der Schweiz nicht einfach so benutzt werden. Im Art. 6 VFKV "Frequenzbänder" der Amateurfunkvorschriften ist das 13cm mit einer entsprechender Fussnote versehen.

 

Das 13cm Band darf nur mit einer Bewilligung durch das BAKOM genutzt werden.

 

 

Es geht hier nicht nur um mögliche Störungen in den WLAN-Netzen sondern auch um mögliche Störungen von Funkanwendern mit primären Nutzen auf diesem Band.

 

Aus Sicht Es'hail-2 ist das Störpotential jedoch gering, da der Satellit mit einer Elevation von 33° über der Schweiz steht. In der Regel können wir davon ausgehen, dass der Öffnungswinkel der genutzten Antennen etwa 20° ist. Bei entsprechenden Abständen zu den nächsten natürlichen und künstlichen Reflexionspunkten dürften keine bis geringe Störpotentiale vorhanden sein.

 

 

Nichts desto trotz muss ein Antrag beim Bakom gestellt werden, bevor der Uplink zu Es'hail-2 genutzt wird.

 

Update 12.12.2018

Dank den Bemühungen des USKA Verbindungsmann zu den Behörden, Bernard Wehrli- HB9ALH, wird das BAKOM in den nächsten Tagen die Bedingungen anpassen. Erlaubt sollen 100 Watt an der Antennenbuchse. Die Daten werden in den nächsten Tagen auf der USKA Webseite aufgeschaltet.

 

 

Update 07.12.2018

Inzwischen hatte die USKA bezüglich Es'hail-2 Kontakt mit dem Bakom.

Da es im ISM-Band auf 13cm viele Nutzer gibt, möchte das Bakom genau wissen, wo welche Station aktiv ist. Daher ist das Bewilligungsverfahren notwendig, welches aber rasch und unkompliziert vollzogen werden soll.

 

Für den Antrag der Bewilligung benötigt das Bakom folgende Angaben:

* Rufzeichen und Konzessionsnummer
* Standort (Ortsbezeichnung, Adresse)
* CH-Koordinaten
* Antennengewinn (dBi)
* Antennenhöhe über Grund (m)
* Richtung der Antenne (°)
* Elevation der Antenne (°)

 

Die Bewilligung wird standardmässig für den Frequenzbereich 2400-2410MHz erteilt. Erlaubt sind Modulation und Bandbreite gemäss Konzession.

Sendeleistung max. 1000W EIRP. --> Das bedeutet, dass die CW/SSB Anforderungen erfüllt werden. Jedoch reicht diese Leistung für DATV nicht aus.

 

Die folgenden Einschränkungen gelten generell (sind in der Bewilligung aufgeführt): 
* Nur als Satelliten Uplink. (Anmerkung HB9WDF: Keine terrestrische Aussendung) 
* Andere Dienste dürfen nicht gestört werden.
* Das Führen eines Logbuchs ist obligatorisch. (Anmerkung HB9WDF: Jede Aussendung (auch ohne QSO) sollte protokolliert werden)
* Diese Bewilligung erfolgt auf Zusehen hin. Die Konzessionsbehörde kann diese jederzeit widerrufen.

 

Soweit die Informationen der USKA und BAKOM. 

Weitere Anmerkungen von HB9WDF:

Die ersten Funkamateure haben nun eine Bewilligung erhalten.  Es ist selbstredend, dass wir alles daran setzen müssen, damit keine Störungen bei anderen Funkdiensten durch uns verursacht werden. Wie kritisch nun die Leistung für DATV seitens Bakom bewertet wird, sollte im Einzelfall geprüft werden. Ich kann mir vorstellen, dass für Stationen in abgelegenen Gebieten eine Bewilligung erteilt werden könnte, wenn entsprechend mit Fakten argumentiert wird. (Evt. Ausnahmeregelung für Club-Stationen)

Weiter gilt zu beachten, dass die Bewilligung Standortbezogen erteilt wird. Portable-Aktivitäten sind somit nur möglich, wenn im Vorfeld rechtzeitig die Bewilligung beim Bakom eingeholt wird.