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ARTEMIS-I: Die Funkamateure verfolgen die Mission gleich doppelt

ARTEMIS-1 auf der Startrampe. Das Ziel , der Mond in Sichtweite. Credits: www.nasa.gov
ARTEMIS-1 auf der Startrampe. Das Ziel , der Mond in Sichtweite. Credits: www.nasa.gov

Nun will es die NASA wieder wissen: Nach 50 Jahren geht es wieder zum Mond. Diese Aussage ist allerdings nicht ganz richtig. Mit Blick auf bemannte Missionen, trifft es in etwa zu (ARTEMIS-I hat nur Dummy-Astronauten an Bord). In den vergangenen Jahrzehnten ist die NASA schon mehrfach mit Sonden zum Mond geflogen.

 

Die Funkamateure hatten schon zu Zeiten der Apollo-Missionen die Telemetriedaten empfangen. Die Sternwarte Bochum war damals wohl die bekannteste Empfangsstation und wurde liebevoll Kap Kaminsiki genannt (Angelehnt an Cape Canaveral). Darüber findet man auf Youtube einen interessanten Bericht.

Die AMSAT-DL ist seit einigen Jahren in der Sternwarte Bochum beheimatet. Sie unterhalten und betreiben den 20m grossen Spiegel im Radom der Sternwarte. Mit dem Empfang der Sonnensonden Stereo-A und Stereo-B leisten sie schon seit vielen Jahren einen Beitrag an die Forschung. Doch ab und zu richten sie den Spiegel auch auf andere Objekte. Sei es bei den Marsmissionen, zB. Perseverance der NASA oder der Voyager Raumsonde.

Nun wird ARTEMIS-I ins Visier genommen

Die Frequenzen der X-Band und S-Band Telemetrie von der ORION-Kapsel sind bekannt. Die AMSAT-DL und Sternwarte Bochum werden daher auch bei der ARTEMIS-I Mission ihren 20m Spiegel wieder in Richtung Mond ausrichten. Die empfangenen Signale werden auf dem Youtube Kanal der AMSAT-DL live gestreamt.

Omotenashi weckt die weitere Aufmerksamkeit der Funkamateure:

Gleich 10 Satelliten fliegen auf der ARTEMIS-I Mission mit. Einer davon heisst Omotenshi und ist ein Projekt des JAXA Hamradio Clubs.

Omotenshi besteht aus zwei Einheiten: Einen Satelliten, welchen den Mond umrunden wird, und einer Landeeinheit. Beide Einheiten beherbergen eine Amateurfunknutzlast, welche im 70cm Band eine PSK Telemetriebake senden werden.

Die wichtigen technischen Daten und ein paar Bilder dazu, sind auf der offiziellen Projektseite der JAXA zu finden: https://www.isas.jaxa.jp/home/omotenashi/JHRCweb/jhrc.html

Für den Empfang wird eine minimales Empfangssystem von mindestens 30dBi Leistung empfohlen.

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