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CHESS fliegt ohne Amateurfunknutzlast

Mit grossem Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass auf dem Schweizer Satellitenprojekt CHESS keine Amateurfunknutzlast mitfliegen wird.

 

Das CHESS Projektteam erhielt, für eine Eigenentwicklung der Satellitenplattform, nicht die notwendigen finanziellen Mitteln. Daher wird auf eine bestehende, kommerzielle Plattform ausgewichen.

 

Bei der Prüfung der Payload-Parameter der neuen Plattform wurde schnell klar, dass nicht alle geplanten Module darin Platz haben werden.  Bis zu Letzt suchte das CHESS- und FUNcube-Team gemeinsam nach einer Lösungen, um die FUNcube Nutzlast doch noch irgendwie zu integrieren. Leider brachte die Suche kein sinnvolles Ergebnis hervor. Um die Hauptmission nicht zu gefährden, welche nun als reine Wissenschaftmission durchgeführt wird, musste heute der harte Entscheid gefällt werden, die Amateurfunknutzlast nicht mitfliegen zu lassen.

 

Mit dem Entscheid wird der CHESS Satellit keine Frequenzen des Amateurfunks nutzen. Die Mission wird nun ausschliesslich mit Frequenzen im UHF und SHF Bereich durchgeführt, welche der wissenschaftlichen Erderkundung zugewiesen sind.

 

Die Internationale Zusammenarbeit der Funkamateure, AMSAT-UK, AMSAT-NL und den Swiss AMSAT Operators, war trotz des unglücklichen Ergebnisses sehr lehrreich und bereichernd. 

 

Die Swiss AMSAT Operators dankt dem ganzen FUNCube und CHESS Projektteam für ihr unermüdliches Engagement im Bereich der Amateurfunknutzlast. Insbesondere danken wir HB9ARK, Martin Klaper, der das Projekt zwischen den Projektteams von FUNcube und CHESS professionell koordiniert hat.

 

 

Orignal Pressemitteilung:

Press release, 10-JUN-2021 CHESS AMSAT Transponder project

Das CHESS-Projektmanagement musste das Projekt aus finanziellen Gründen auf eine kommerzielle CubeSat-Plattform umstellen. Auf dieser neuen Plattform ist der Platz knapp, um eine weitere Nutzlast unterzubringen. Anschließend besteht keine Möglichkeit mehr, einen Amateurfunk-Transponder an Bord mitzuführen.

 

Die CHESS-Projektleitung hat zu Recht entschieden, keine Frequenzen im Amateursatellitendienst zu verwenden und Erderkundung oder experimentelle UHF- und X-Band-Frequenzen zu verwenden.

 

Die Ham-Community, die die Finanzierung des Transponders zugesichert hat, ist von dieser Entscheidung sehr enttäuscht, muss sie aber akzeptieren.

 

Solche Projekte bergen immer das Risiko, dass ein Partner seine Meinung ändert. Das ist hier passiert.

 

Vielen Dank an alle, die das Transponderprojekt tatkräftig unterstützt haben, insbesondere das AMSAT-UK und AMSAT-NL Team. 

 

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